Foto: Matthias Kestel
Wohnhaus am Westpark
Rollstuhlgerechter Neubau eines Reihenendhauses
2013

Mitarbeit: Sabine Fiausch, Christiane Singer

 

Bauherr: Privat

 

Primärenergiebedarf: 36 kWh/m2a

 

Auszeichnungen:

- Architektouren 2014

 

Der rollstuhlgerechte Neubau des Reihenendhauses ersetzt einen baufälligen Vorgängerbau aus den fünziger Jahren.

Eine einläufige Treppenanlage teilt das Gebäude in zwei räumlich unterschiedliche Bereiche. Angrenzend an das Nachbargebäude erstrecken sich über drei Geschosse die kleinteiligeren Nutzungen wie Schlafzimmer, Nebenräume und Aufzug, während die Wohn- und Aufenthaltsbereiche als ein offenes Raumkontinuum über die gesamte Gebäudehöhe organisiert sind. Über zweigeschossige Räume fällt das Westlicht von der Straßenseite in die Tiefe des Gebäudes und versorgt die gartenseitigen Aufenthaltsbereiche mit Abendsonne.

Über den profilgleichen Anbau an die Reihenhauszeile und die farbliche Anlehnung an die Nachbarbebauung fügt sich der Neubau in die Gestalt der bestehenden Umgebung ein. Gleichzeitig dokumentiert er mit dem Wechsel in der Materialität von Dach und Fassade sowie über die großen Fensterformate die Eigenständigkeit eines zeitgemäßen architektonischen Ausdrucks.

Während das Tragwerk des Gebäudes aus Stahlbeton besteht, sind Dach und Fassade als hochwärmegedämmte Holzkonstruktion ausgeführt und mit hinterlüfteten Faserzementplatten verkleidet. Dadurch ist es möglich, Dachrinnen, Fallrohre, Raffstoren und den Großteil der gebäudetechnischen Applikationen unsichtbar im Dach- und Fassadenaufbau zu integrieren und dem Gebäude so eine objekthafte Erscheinung zu geben.

Die Langlebigkeit, Reparierbarkeit und einfache Rückbaubarkeit des Dach- und Fassadenaufbaus ist ein wichtiger Baustein in der Ökobilanzierung sowie in der Betrachtung  der Gebäudeunterhaltskosten und rechtfertigt die höhere Anfangsinvestition.